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Wednesday, July 15, 2020

Xhafer Sejdiu

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Bau-Facharbeiter & Gewerkschaftler

Xhafer ist ein vielseitiger Berufsmann, der mit Metall, Holz und Stein gleichermassen umgehen kann.

Seit 1994 arbeitet er in Zürich auf dem Bau, in den ersten Jahren vor allem als Kundenmaurer und als Schaler; danach für mehrere Jahre nun als Maurer auf der Grossbaustelle des Universitätsspitals Zürich.

Heute wirkt er in den höchsten Milizorgane als Vorstandsmitglied und zuletzt auch in Präsidium der Unia für Region Zürich-Schaffhausen sowie als Delegierter des Baugewerbes in der Berufskonferenz als Präsident. Dazu ist er seit der Gründung Präsident der Gruppe albanischer Aktivistinnen und Aktivisten sowie in der regionalen Interessengruppe Migration der Unia sehr aktiv.

Xhafer Sejdiu ist  im Jahr 1971 in Remnik / Kosova geboren. Xhafer besuchte acht Jahre die Volksschule, danach vier Jahre das Gymnasium in der benachbarten Stadt Viti, Aufgewachsen ist er neben der mechanischen Werkstätte seines Grossvaters in einem Dorf im Kosovo. Gelernt hat er Schlosser. Fünf Tage, bevor er 1990 zum Kriegsdienst in die jugoslawische Armee einrücken soll, desertierte er. Er ging zu seinen Eltern in die Schweiz. Sein Vater lebte und arbeitete zuerst als Saisonnier, später als Niedergelassener in der Schweiz.

Von 1991 bis 1993 pendelte er als Dolmetscher und Begleiter von Hilfstransporten der Caritas zwischen Frankreich und Albanien hin und her. Im Winter 1993/94 kam er zurück in die Schweiz – mit seiner Frau, die er in Albanien kennen gelernt hat. Seit März 1994 arbeitet er als Bauarbeiter für die Brunner Erben AG Zürich.

Xhefer Sejdiu ist als Bau-Facharbeiter tätig und lebt mit seiner Frau und den zwei Söhnen in Schwamendingen (ZH).

Ein wichtiges Datum in Xhafers Berufsbiografie ist der 5. November 2002. Damals gehörte er zu den rund 2000 Kolleginnen und Kollegen der Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI), die den Bareggtunnel und damit die Autobahn A 1 blockierten und mit dieser Aktion den Durchbruch schaffen im Kampf um die frühzeitige Pensionierung der Bauarbeiter. Die Gewerkschaft ist für ihn und seine Kolleginnen und Kollegen ein Ort, wo jede/r etwas tun und mitarbeiten kann.

Er ist ein sehr aktiver Gewerkschaftler und die Gewerkschaftsarbeit prägt seit Jahren sein Leben. Zusammen mit duzenden albanisch sprechenden Aktivistinnen und Aktivisten, die auch als Branchen- und Interessengruppendelegierte mitmachen, ansprechen und vertreten sie die Anliegen (ob es am Arbeitsplatz um Diskriminierung, missbräuchliche Kündigung oder Lohn- oder Arbeitsweltfragen geht) von den rund 1500 albanisch sprachigen Unia-Mitgliedern der Sektion Zürich.