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In der Schweiz ist prointerga.ch in letzten Jahren mehr als Informationsplattform aktiv und präsent und vor allem auf Albanisch

prointegra.ch war jahrelang vor allem und der Deutschschweiz tätig, beabsichtigte aber ihre Aktivitäten und Angebote in der ganzen Schweiz sowie in der Herkunftsland der albanisch sprechenden Menschen zu erweitern.

GESCHICHTE & ENTSTEHUNG von prointegra.ch

Der Name selbst entstand durch die Bemühungen der Albanischen Gemeinschaft in Schaffhausen, ein Integrationsprojekt zu Stande zu bringen. Dadurch wollen wir schon mit dem Namen des Projektes zeigen, dass wir uns um Integration bemühen, und für Integration stehen. Deshalb tauften wir unser Projekt auf den Namen „Für Integration“, also „Pro Integra“.

Von 2001 bis 2003 wurden mehrere Kleinprojekte unter diesem Name ausgeführt. Diese Projekte wurden vom Kanton Schaffhausen, der EKA und der Albanischen Gemeinschaft in Schaffhausen finanziert. Es ist ausserdem zu erwähnen, dass hier auch einiges an ehrenamtlicher Arbeit hineingeflossen ist.

So gründeten wir den Verein Pro Integra und eröffneten im September 2003 unser Büro in der Webergasse 26, später in der Neustadt 38 in Schaffhausen, danach an der Hoffeld 24 in Zürich und jetzt in Felsenrainstrasse 1, 8052 Zürich.

Während dieser Zeit in Zürich gab es auch die albanische Sozialberatung „ALBA“, die vom Sozialarbeiter Mahmoud Ibrahimi geleitet wurde. Zwischen Pro Integra und Alba gab es ab Ende Januar 2008 bis Ende 2013 eine enge Zusammenarbeit, die eine periodische Fusionierung im Name „Pro Integra“. Diese Zusammenarbeit endet als solche tatsächlich Ende 2013.

Seit Jahr 2008 (und sogar früher als prointerga.net) dient prointerga.ch auch als eine Informationsplattform auf Albanisch und daneben als eine Art albanisch-schweizerischer Kompetenzzentrum.

Pro Integra war jahrelang vor allem und der Deutschschweiz tätig, beabsichtigte aber ihre Aktivitäten und Angebote in der ganzen Schweiz sowie in der Herkunftsland der albanisch sprechender Menschen zu erweitern.

Schon früher haben wir uns aktiv als organisiertes Subjekt betätigt, zunächst im Verein albanischer Arbeiter aus der ehemaligen SFRJ „Rilindja“ und dann in der Albanischen Gemeinschaft des Kantons Schaffhausen und Umgebung, die auch als eine Art albanisch-schweizerisches Kulturzentrum und Kompetenz fungierten.

Albanische Gemeinschaft – Vorgeschichte

Die Albanische Gemeinschaft Schaffhausen wurde als strukturierte Organisation im Jahr 1991 gegründet. Die Leitungsstruktur der Albanischen Gemeinschaft Schaffhausen wurde sowohl vertikal als auch horizontal zusammengesetzt, d.h. aufgrund der heimatlichen Herkunftsregion der MigrantInnen, sowie aufgrund des Wohnorts der MigrantInnen in der Region Schaffhausen.

Die Albanische Gemeinschaft Schaffhausen ist dazu noch im lokalen und regionalen Kontext gut vernetzt. Sie verfügt über eine gute Zusammenarbeit mit der Schaffhauser Kontaktstelle Schweizer-Ausländer (jetzt INTEGRES), und war auch im multikulturellen Begegnungszentrum Schaffhausen vertreten.

Die Aktivitätsbereiche waren – abhängig von der Situation und Beschäftigung der MigrantInnen – verschieden und vielfältig. Der Schwerpunkt wurde teils in die Situation des Gastlandes und seiner Problematik gelegt, teils aufgrund der Situation im Heimatland auf moralische und materielle Unterstützung und Solidarität ausgerichtet.

Nicht immer konnte die Leitung der Albanischen Gemeinschaft Schaffhausen mit regelmässigem Beratungsdienst und einer Anlaufstelle den albanisch sprechenden MigrantInnen zur Seite stehen. Die Tätigkeit und die Dienste finden ehrenamtlich und in der Freizeit statt. Dazu hat die Leitung die Räume für ihre Aktivitäten durch eigene finanzielle Mittel und Selbstleistungen der AktivistInnen der Albanischen Gemeinschaft Schaffhausen – ohne jeweilige Unterstützung seitens der Stadt, des Kantons oder des Bundes – sichergestellt. Im Vergleich mit anderen Migrations-Gemeinschaften in der Schweiz fehlte der Albanischen Gemeinschaft die heimatliche Vertretungsstruktur auf politischer, wirtschaftlicher und soziokultureller Ebene, was die Situation dieser grössten Migrationsgruppe noch schwieriger machte.

Konkret hat die Leitung der Albanischen Gemeinschaft Schaffhausen in folgenden Bereichen Leistungen erbracht:

– Sozialberatungen für Migranten und Migrantinnen aus den Westbalkan-Staaten
– Projektarbeit
– Mitwirkung in verschiedenen Gremien (sozialen, kulturellen und politischen)
– Referententätigkeit, Erwachsenausbildung
– Supervision
– Vermittlung bei Schulproblemen
– Jugendarbeit und kulturelle Veranstaltungen
– Information und Kommunikation auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene
– Vermittlung bei Behörden und kultureller Austausch mit Einheimischen
– Kulturelle Vermittlung und Unterstützung im Gesundheitsbereich
– Zusammenarbeit mit anderen Ethnien, insbesondere mit benachteiligten Tamilen, Kurden, u.a.