Gemeinschaft

Vorgeschichte von prointerga.ch

Die Albanische Gemeinschaft Schaffhausen wurde als strukturierte Organisation im Jahr 1991 gegründet. Die Leitungsstruktur der Albanischen Gemeinschaft Schaffhausen wurde sowohl vertikal als auch horizontal zusammengesetzt, d.h. aufgrund der heimatlichen Herkunftsregion der MigrantInnen, sowie aufgrund des Wohnorts der MigrantInnen in der Region Schaffhausen.

Die Albanische Gemeinschaft Schaffhausen ist dazu noch im lokalen und regionalen Kontext gut vernetzt. Sie verfügt über eine gute Zusammenarbeit mit der Schaffhauser Kontaktstelle Schweizer-Ausländer (jetzt INTEGRES), und war auch im multikulturellen Begegnungszentrum Schaffhausen vertreten.

Die Aktivitätsbereiche waren – abhängig von der Situation und Beschäftigung der MigrantInnen – verschieden und vielfältig. Der Schwerpunkt wurde teils in die Situation des Gastlandes und seiner Problematik gelegt, teils aufgrund der Situation im Heimatland auf moralische und materielle Unterstützung und Solidarität ausgerichtet.

Nicht immer konnte die Leitung der Albanischen Gemeinschaft Schaffhausen mit regelmässigem Beratungsdienst und einer Anlaufstelle den albanisch sprechenden MigrantInnen zur Seite stehen. Die Tätigkeit und die Dienste finden ehrenamtlich und in der Freizeit statt. Dazu hat die Leitung die Räume für ihre Aktivitäten durch eigene finanzielle Mittel und Selbstleistungen der AktivistInnen der Albanischen Gemeinschaft Schaffhausen – ohne jeweilige Unterstützung seitens der Stadt, des Kantons oder des Bundes – sichergestellt. Im Vergleich mit anderen Migrations-Gemeinschaften in der Schweiz fehlte der Albanischen Gemeinschaft die heimatliche Vertretungsstruktur auf politischer, wirtschaftlicher und soziokultureller Ebene, was die Situation dieser grössten Migrationsgruppe noch schwieriger machte.

Konkret hat die Leitung der Albanischen Gemeinschaft Schaffhausen in folgenden Bereichen Leistungen erbracht:

  • Sozialberatungen für Migranten und Migrantinnen aus den Westbalkan-Staaten
  • Projektarbeit
  • Mitwirkung in verschiedenen Gremien (sozialen, kulturellen und politischen)
  • Referententätigkeit, Erwachsenausbildung
  • Supervision
  • Vermittlung bei Schulproblemen
  • Jugendarbeit und kulturelle Veranstaltungen
  • Information und Kommunikation auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene
  • Vermittlung bei Behörden und kultureller Austausch mit Einheimischen
  • Kulturelle Vermittlung und Unterstützung im Gesundheitsbereich
  • Zusammenarbeit mit anderen Ethnien, insbesondere mit benachteiligten Tamilen, Kurden, u.a.